Was ist der Junkblocker?

Der Junkblocker ist eine Option im Rahmen der Mail-Weiterleitung. Der Junkblocker umfasst sowohl den Reverse-Check als auch das Greylisting (Erklärung siehe unten).

Ist der Junkblocker aktiv, wirkt sowohl das Greylisting als auch der Reverse-Check. Beides sind Methoden, die das Weiterleiten von Spam-E-Mails unterbinden sollen.
Wird der Junkblocker nicht aktiviert, werden der Reverse-Check sowie das Greylisting unwirksam. Somit erhalten Sie im Posteingang der Mail-Weiterleitungs-Ziel-Adresse wesentlich mehr Spam.

Was ist das Reverse-Lookup?

Wenn ein ausliefernder Mailserver eine E-Mail ins KONTENT-Mail-System an eine E-Mail-Adresse einer bei KONTENT registrierten Domain einzuliefern versucht, wird zunächst eine Verbindung zwischen den Mailserversystemen hergestellt, bevor der eigentliche E-Mail-Inhalt sowie Dateianhänge zugestellt werden. Dabei werden IP-Adresse sowie Hostname vom ausliefernden Mailserver an das KONTENT-System übermittelt.
Bei aktiviertem Reverse-Check wird unser System über einen Domain-Name-Server (DNS) den offiziellen Rechnernamen des einliefernden Mailservers ermitteln, von dem die E-Mail verschickt werden soll. Durch eine weitere DNS-Abfrage nach dem betreffenden Namen wird festgestellt, ob sich eine der daraus resultierenden IP-Adressen mit der einliefernden IP-Adresse deckt. Wenn diese Deckung nicht erfüllt ist, wird die Verbindung nicht hergestellt und wird der E-Mail-Inhalt, der bis dahin noch nicht übermittelt wurde, auch weiterhin nicht übermittelt. Der ausliefernde Mailserver versucht ggf. nach der Ablehnung weiterhin die Verbindung herzustellen, wird jedoch nach einer gewissen Zeit eine Fehlermeldung an die Absende-E-Mail-Adresse zurücksenden, wenn die Verbindung nicht erfolgreich hergestellt werden konnte und insofern der absendende Server richtig konfiguriert wurde. Diese Fehlermeldung beinhaltet in der Regel u. A. folgende Zeile:

450 Client host rejected: cannot find your hostname, [IP-Adresse]

Wenn Sie den Reverse-Check deaktivieren, wird die eben beschriebene Überprüfung nicht vorgenommen. Die Deaktivierung ist jedoch nicht empfehlenswert, da mittels des Reverse-Checks bis zu 90% Spam-E-Mails verhindert werden!

Vor allen Dingen Spam-Versender nutzen in der Regel (absichtlich) schlecht konfigurierte Mail-Server, die die Regeln des Reverse-Checks nicht einhalten. Leider gibt es auch seriöse Mailversender, deren Server das 'Reverse-Mapping' nicht richtig eingestellt haben. Falls Sie E-Mails von einzelnen Absendern nicht erhalten, so können Sie diese Funktion hierzu testweise ausschalten.

Was ist das Greylisting?

Diese Einstellung bewirkt, dass eine E-Mail eines noch nicht bekannten Absenders erstmalig mit folgender Meldung von unseren Mailservern abgewiesen wird und an den absendenden Server zurück geht:

450 <[E-Mail Adresse des Empfängers]>: Recipient address rejected:
Greylisted for 300 seconds (see
http://isg.ee.ethz.ch/tools/postgrey/help/[Domain des Absenders].html)

Ein seriös und RFC-konform konfigurierter Mailserver des Absenders wird daraufhin versuchen, die E-Mail nach einer gewissen Zeit nochmals zuzustellen. Diese wird dann sofort von
unserem Mailserver entgegengenommen und an die Ziel-E-Mail-Adresse zugestellt.

Der Sinn dieser Prüfungsmethode besteht darin, dass die meisten zum Versand von Spam genutzten Mailserver so konfiguriert sind, dass diese Mailserver keine zweiten Zustellversuch unternehmen. Daher kann mit dieser Methode eine große Menge an Spam verhindert werden.

Eine ausführlichere Beschreibung dieses Verfahrens finden Sie unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Greylisting